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Das Furby
von Plapperkatze am 9.November 2009 um 14:41
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Vor nicht ganz 2 Jahren habe ich mir mal ein Furby angeschafft, denn Katzen lieben Spielzeug. Wenn man bedenkt, was für Hightech in dem Ding steckt, waren die paar Euro es auf jeden Fall wert, allerdings muss ich zugeben, dass von meinen hochfliegenden Plänen eines Umbaus nie etwas umgesetzt wurde, und es so doch wieder rausgeworfenes Geld war. Egal.

So putzig das Ding auch aussah, die Neugierde siegte sehr schnell und es wurde das Fell abgemacht. Danach wurde die Platine einer eingehenden Analyse unterzogen.

Ich fand heraus, dass da ein Controller des Typs RSC-4128 verbaut ist und konnte sogar das Datenblatt auftreiben: http://backoffice.inware.it/files/prodotti/download/sensory/rsc4128data.pdf

Der Controller ist primär für Sprachein- und ausgabe (und Erkennung) konzipiert und arbeitet an (mit einem Linearregler erzeugten) 3,3V und einem 3,58MHz Quarz. Ein paar Pufferelkos stehen auch herum. das Mikrofon ist über RC-Filter am µC angeschlossen, der Lautsprecher scheint keinen extra Verstärker zu besitzen.

Weiterhin ist ein HT24LC08 (CMOS 8K 2-Wire Serial EEPROM) angeschlossen, in dem das Furby scheinbar seine "Entwicklung" speichert (es wird ja nicht nur unglücklich oder krank, wenn man es falsch behandelt, sondern es werden auch bestimmte Abläufe erst freigeschalten, wenn man sich eine Weile damit beschäftigt hat.)

Ganze 7 Schalter hängen (meist mit 1MOhm Pullups) am Controller: Sensor am Schnabel, vorn und hinten, ein Lagesensor (es merkt wenn es umgedreht wird), 3 Schalter um die Endposition von Füssen, Ohren und Augen (oder dem Schnabel, kA) zu erkennen. ausserdem eine Gabellichtschranke und ein kleines IC auf einer kleinen platine am Kopf, vermutlich um die Position der Augenlider festzustellen.

Ein weiterer interessanter Sensor besteht aus 2 Drähten (Antennen) die im zickzack unter dem "Fell" verlaufen. Auf einem liegt ein Signal an, der andere Draht führt zu einem (analog?)Eingang des Controllers. Das Furby kann damit "spüren", dass es angefasst bzw gestreichelt wird.

Ein Motortreiber (FAN8100N) ist sogar im DIP Gehäuse ausgeführt, er steuert den Motor der Stummelbeine und einen 2ten Motor an. Wahrscheinlich sind noch irgendwo weitere Motörchen, denn Augen, Schnabel und Ohren scheinen getrennt steuerbar zu sein (wobei ich mir da aber nicht sicher bin).

Der Chip hat 20 Addressleitungen, 8 Datenleitungen und Strobes, um damit bis zu 1MB externes RAM/ROM zu verwalten. Dieses ist auf einer kleinen Extra-Platine untergebracht. Scheint nur als ROM verwendet zu werden, und enthält wohl das Geplapper der Furbies (es steht "GERMAN" drauf).

Der µC kann (je nach Version) bis zu 128kB internen Speicher besitzen, darum weiss ich bisher nicht, ob das komplette Furby-Programm auf dem internen (und nur die Sprachdaten auf dem externen) Speicher untergebracht ist, oder sowohl Programm als auch Daten auf dem externen ROM sind. Wenn man die Versorgungsspannung des ROM-Chips abklemmt, reagiert das Furby auf gar nichts mehr (das könnte darauf hindeuten, dass sowohl Code als auch Daten extern untergebracht sind).

Ich hatte vor, die Platine mit dem ROM durch eine Selbstgebaute zu ersetzen, wusste aber zum einen nicht, was für einen Speicherbaustein ich dafür verwenden sollte, zum anderen ist wohl ein recht teurer Compiler des Chip-Herstellers nötig, um das Furby neu programmieren zu können. Ich liess das dann bleiben.








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