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Violet Wand
von Plapperkatze am 11.Juni 2010 um 13:05
Zuerst vielleicht ein paar warnende Worte: Nichts was hier beschrieben ist darf als Nachbauanleitung, als Aufforderung zum "spielen" mit diesen Geräten oder als "sicher", nur weil ich es so gemacht habe, verstanden werden. Alles was ihr tut, tut ihr ganz auf eigene Gefahr! Der Gebrauch dieser Geräte kann tödlich sein.

Seid euch auch im Klaren darüber, dass nicht alles, was man im Internet an Informationen zu Violet Wands findet, richtig sein muss - diese Seite eingeschlossen. Macht euch selbst ein Bild, hinterfragt jede Quelle auf Vertrauenswürdigkeit, und wenn ihr euch nicht sicher seid, was ihr tut, dann lasst es! Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte extern verlinkter Webseiten.

Also, hm, wie das seinen Anfang nahm..

Laut dem Artikel auf Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Violet_Wand) war es Nikola Tesla selbst, der diese Geräte Anfang des 20.Jahrhunderts entwickelte und zuerst verkaufte; davon wusste allerdings eure Katze nichts, als sie im September 2008 folgendes Viddie auf youtube entdeckte: http://www.youtube.com/watch?v=-kQBUWVtPZg. Ich war hingerissen, tolle Sache, so schöne Blitze, und der überlebt das sogar, wie mag das zugehen?

Mein erster Ansatz war, eine "Hochspannungs-Schnarre" nachzubauen (http://www.strippenstrolch.de/1-4-9-hochspannungsschnarre.html) mit einem alten Relais; damit liessen sich kleine Funken und ein Kribbeln im Arm erzeugen. Ich wusste damals nicht, dass ich damit im Prinzip schon relativ nahe an der tatsächlichen Umsetzung war - es kommt nämlich tatsächlich solch eine "Schnarre" zum Einsatz in den alten Violet Wands; was fehlt ist einzig der Tesla Trafo.

Danach schlief das Projekt ein, wie ich gestehen muss, typisch Katze.

Erst im März 2010 fiel mir das Ding, anlässlich des Tesla Lernpaketes von Franzis, wieder ein und ich begann etwas zu recherchieren. Es handelt sich um ein Hochfrequenzheilgerät, ein "Violet Wand". Hier http://www.teslathon.de/stefan/tc/wand.htm fand ich Infos und einen Schaltplan dazu. 2-3 Tage las ich da recht viel, googelte und stöberte bei Ebay.

Tatsächlich fand ich dort relativ bald eine Auktion auf ein solches Gerät und ersteigerte es kurzer Hand zu relativ erschwinglichem Preis. Es ist so: Als diese Geräte in den 1920-1940er Jahren populär wurden, galten sie als Heilmittel für nahezu ALLES - davon zeugen schon die Augen-, Ohren- und Vaginalelektroden, die es dafür gibt. Danach geriet das Ding wieder etwas in Vergessenheit, wohl, weil sich die prophezeiten Heilerfolge partout nicht einstellen wollten. In den 90ern entdeckte aber die BDSM Szene diese Geräte für sich und seitdem kann man für funktionierende Violet Wands recht hohe Preise verlangen, den Rest greifen Sammler ab und am meisten Chancen auf ein Schnäppchen hat man noch, wenn eines dieser Geräte als "Seltsames Gerät, weiss nicht was es ist" versteigert wird.

Nunja, entgegen aller Ratschläge der - übrigens sehr empfehlenswerten - Seite von Stefan Kluge (http://www.stefan-kluge.de/) wurde das Gerät einfach mal in die Steckdose gesteckt, es schnarrte beeindruckend, sonst geschah aber nichts. Bei einem weiteren Experiment kam es dann tatsächlich zu dem ersehnten Leuchten in der Glas-Elektrode, sogar zu kleinen Funkenüberschlägen, allerdings das nur wenige Sekunden lang, dann wurde ein weiteres sehr gefährliches Brummen im Inneren des Gerätes hörbar und ich machte es wieder aus. Das Experiment liess sich nicht wiederholen, kein Leuchten, keine Funken.

Soweit es mein Equipment zuliess, maß ich die Kapazität des uralten Wachs-Papier-Kondensators und stellte fest, dass er scheinbar nicht mehr so recht mitmachen wollte; genauer gesagt stieg seine Kapazität nach wenigen Sekunden Betrieb auf über 300nF an, Stefan Kluge gibt einen Richtwert von 170nF an. Allerdings war es wohl weniger die Abweichung in der Kapazität, die einer Funktion im Wege stand, als dass vor Allem der Kondensator Feuchtigkeit gezogen hatte im Laufe der vielen Jahre, und deshalb nicht mehr perfekt isolierte.

Ich bastelte daraufhin eine hübsche Kondensatorenkette aus vorhandenem Material (6x1µF in Reihe, 250V= spannungsfest) und war für einige Minuten sehr positiv überrascht: Plötzlich zeigten sich Leuchterscheinungen und 1cm lange Überschläge (Sparks) an den Glaselektroden, juhuu geht wieder. Dann allerdings verabschiedete sich einer der Kondensatoren mit lautem Knall und der Spass war wieder vorbei.

Ich bestellte dann bei Pollin Kondensatoren (680nF, 1000V=) und versuchte es mit einer Kette aus 6 Stück: Das ging prima, nahm nur leider zuviel Platz weg, um in das Gehäuse eingebaut zu werden. Ich versuchte die PP-Spannung an einem der Kondis (mit Spannungsteiler und Oszi) zu messen, kam jedoch auf keine sinnvollen Ergebnisse (>100kV gemessen), und beschloss, per trial-and-error (nein, das ist nicht empfehlenswert!) die Anzahl der Kondensatoren zu verringern.

Drei Stück bekam ich ins Gehäuse, ein 15minütiger Dauertest wurde klaglos hingenommen, der Violet Wand leuchtet und blitzt, dass es eine Freude ist; wenn das längerfristig gut geht, werde ich bei dieser Konfiguration bleiben.

Update 11.10.2010
Inzwischen habe ich ein 2tes "Violet Wand" ersteigert. Das erste war ein Pansanitor mit am Griff regelbarer Stärke der Entladungen, das 2te nun scheint keinen Namen zu haben, dürfte aber dem Aufbau und Aussehen nach zu schliessen etwa ähnlich alt sein. Die Intensität wird bei diesem Gerät über den Federabstand des "Wagnerschen Hammers" reguliert.

Erfreut stellte ich fest, dass sich diesmal nicht nur der Kondensator noch in hervorragendem Zustand befand, sondern auch erheblich mehr Leistung rauskommt, auf hoher Stufe so viel Leistung sogar, dass es mir gelang, eine hübsche kleine Brandwunde in meinen Unterarm zu brennen. Meine Begeisterung war gross.


Pansanitor (Innenleben)

Noname (Innenleben)

Blitze

Neon Elektrode




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